Smartphone Apps
„Boah, jetzt muss ich mir auch noch Apps herunterladen?“, magst du denken. Aber alles halb so wild, denn das meiste hast du bestimmt schon auf dem Handy. Eigentlich geht es nur darum im Vorfeld zu schauen, ob wichtige Smartphone-Apps für die Weltreise fehlen und die bestehenden auf dem aktuellsten Stand sind. Es gibt schließlich nichts schlimmeres als unterwegs im Niemandsland oder ohne mobile Daten festzustellen, dass dir gerade diese eine wichtige App oder diese eine wichtige Offline-Funktion fehlt.
Was erwartet Dich?
Finanzen
Das Wichtigste zu erst. Wenn du deine Finanzen nicht im Blick hast, hast du von Anfang an verloren und die gesamte Kostenplanung für die Weltreise war für die Katz. Denn zwischen gefühlter und reeller Wahrnehmung der Ausgaben liegen leider Welten. Damit dir das nicht passiert, bekommst du meine App-Empfehlungen für deine Finanzen.
Trail Wallet
Wurde von Reisenden für Reisende entwickelt, damit sich diese endlich den ganzen Excel-Kram sparen können. Die App Trail Wallet ist für die ersten 25 Einträge kostenfrei und benötigt danach ein einmaliges, kostenpflichtiges Update. Dieses lohnt sich auf jeden Fall, denn mit der App hast du alle Ausgaben nach Monaten oder Kategorien im Blick.
Keine Android App
Santander Bank
Dass sich das Konto insbesondere aber auch die Kreditkarten der Santander lohnen, haben wir schon festgestellt. Damit du nicht ständig auf einen Laptop angewiesen bist, den die meisten Reisenden sowieso nicht dabei haben, macht es Sinn sich die App zu laden. Transaktionen kannst du auch darüber durchführen und parallel hast du einen Überblick über deine Ein- und Ausgänge.
DKB
Andere Bank, gleiche Begründung wie bei der Santander. Es ist immer gut zu Wissen was auf dem eigenen Konto vor sich geht. Auch bei der DKB hast du deine Konten, Depots und Umsätze im Blick und kannst ebenfalls mobile Überweisungen tätigen. Wenn du nicht so wie ich eine klassisch, gedruckte Tan-Liste hast, solltest du dir noch Tan2Go runterladen.
Currency
Bei Currency handelt es sich um einen Offline-Währungsrechner. Diesen habe ich mir installiert, nachdem mich der von finanzen.net in den Wahnsinn getrieben hat. Die App des Anbieters finanzen.net ist nur Online verfügbar und selbst dann gibt es keine Garantie, dass sie funktioniert. Da das ganze Umgerechne jedoch anstrengend ohne Ende und gerade die erste Woche mit einer neuen Währung die Schlimmste ist, kommst du um eine Währungs-App nicht herum. Ich möchte die App von Currency nicht mehr missen, denn sie bewahrt mich vor spontanen Kostenfallen.
Karten & Standort
Verloren auf weiter Flur möchte nun wirklich niemand auf Reisen enden und damit du dich nicht „durchfragen“ musst, empfehle ich eine Offline- sowie eine Online-App.
Maps.me
Irgendwo im Nirgendwo ist das mobile Datenvolumen aufgebraucht oder es gibt einfach kein Netz und du stehst da und weißt nicht wo lang. Mir ging es aufgrund mangelnder Beschilderung auf der Wanderung im kolumbianischen Salento so und es ist ehrlich gesagt immer schön zu wissen wie man zurückkommt. Vor allem wenn es diesig und regnerisch ist. Die App von Maps.me funktioniert offline, einzig die Karten müssen im Vorfeld online runtergeladen werden.
Google Maps
Manchmal hast du Maps.me auf und stehst trotzdem auf verlorenem Posten, denn die App basiert auf Eintragungen von Reisenden. Und nicht jeder trägt auch einen Ort ein, wenn dieser in der App noch nicht hinterlegt ist. Für solche Momente ist Google Maps einfach eine super Alternative. Und falls du die Maps.me nutzt und feststellst, dass der Standort in der App fehlt, dann trag ihn ein, um das Reisen für Alle entspannter zu machen.
Unterkünfte
„Home sweet home“ bekommt eine ganz neue Bedeutung, wenn du auf Reisen bist und für einen gewissen Zeitraum deine eigenen vier Wände aufgibst. Umso relevanter ist es schnell eine Unterkunft zu finden, die einem ein heimeliges Gefühl vermittelt.
Hostelworld
Auf Hostelworld findest du primär Hostels, aber auch Hotels und Bed & Breakfasts. Auf meiner Reise ist sie eine der meistgenutzten Apps. Da ich Alleinreisende bin und soziale Kontakte für mich umso wichtiger sind, buche ich mich mit einigen wenigen Ausnahmen ausschließlich in Hostels ein.
Booking
Als ich noch beim Hotelpreisvergleich gearbeitet habe, gab es immer einen Insider bei uns. „An Booking kommst du nicht vorbei.“ Irgendwie stimmt das auch, denn ich nutze die App immer für Ausnahmesituationen in denen es in Orten keine Hostelangebote gibt. Und es gibt diese Orte. Ich fand sie in Copacabana (Bolivien), Banyuwangi (Java) oder auch in Ibague oder Palomino (Kolumbien).
Couchsurfing
Couchsurfing ist die richtige Option, wenn du als Reisender Geld sparen und mehr mit Einheimischen machen willst. Nichtsdestotrotz ist meine Erfahrung, dass viele Couchsurfhosts absagen, was das ganze unangenehm verkompliziert. Trotzdem probiere ich es weiter, denn vielleicht liegt es auch einfach an meiner Ungeschicklichkeit. Neben der Hauptfunktion ein Bett für die Nacht zu garantieren, hat Couchsurfing noch ein weiteres, großartiges Feature. Mit der Hangout-Funktion kannst du dich mit Einheimischen oder anderen Reisenden auf ein Bier treffen, zum Feiern verabreden oder die Umgebung erkunden und dich somit während deiner Reise noch besser vernetzen.
Airbnb
Was einst auf dem Prinzip der Luftmatratze bei Freunden gestartet ist, hat sich mittlerweile so stark professionalisiert, dass viele Unterkünfte kaum noch Kontakt mit Einheimischen bieten. Dafür wurde das Angebot erweitert und über die App können auch Aktivitäten gebucht werden. Für Pärchen oder Familien ist Airbnb trotzdem eine großartige Möglichkeit, da sie sich eine eigene, private Unterkunft buchen können. Als Alleinreisender nutze ich die Plattform nicht, da kaum soziale Interaktion mit Einheimischen stattfindet.
Flüge
Wenn du nicht gerade mit dem Bus oder der Bahn über Land reist, musst du irgendwie zur nächsten Destination kommen. Ich setze bei meiner Flugsuche ausschließlich auf Flugpreisvergleichsseiten, da sie das Vergleichen für mich übernehmen. Und da ich weiß, dass auch die Vergleichsseiten individuelle Kooperationen und Preise mit den Anbietern haben, verlasse ich mich nicht auf eine App und vergleiche auch bei den Vergleichsseiten.
Flug Idealo
Flug Idealo ist der Flugpreisvergleich von Idealo. Ich weiß nicht wie sie es machen, aber ich habe meine Lateinamerikaflüge fast ausschließlich über die App gebucht, da sie in 99 Prozent der Fälle den besten Preis haben.
Skyscanner
Skyscanner ist meine Vergleichsseite für die Vergleichsseite, denn sie haben einerseits Flugstrecken, die bei Idealo nicht abgedeckt werden und andererseits durchaus billigere Angebote. Das gilt insbesondere für den asiatischen Raum. Während Flug Idealo meine App für Südamerika und Mexiko war, hat sich das Blatt in Südostasien definitiv gedreht.
Airlinecheckins
Seinen Flug entspannt über eine Vergleichsseite gebucht zu haben, ist das eine. Ohne Aufwand den Check-in dafür zu machen etwas ganz anderes. Die meiste Zeit hat mich das Thema auf der Reise genervt, weil es super anstrengend ist und ich jedes Mal den Laptop rausholen musste. Denn manche Flugseiten sind einfach Mist was die Benutzerfreundlichkeit anbelangt und die App für jede Airline herunterladen, steht nicht zur Debatte. Seit ein paar Tage gibt es Airlinecheckins auch als App für das Smartphone und übernimmt für dich den Online-Check-in bei über 200 Airlines weltweit.
Sightseeing
Normalerweise lebe ich von den Empfehlungen anderer Reisender, aber hin und wieder ist es hilfreich zu wissen, was du vor Ort machen kannst. Vor allem wenn du erneut in einem weniger sozial vernetzenden Hostel landest.
Tripadvisor
Eigentlich kannst du mit Tripadvisor alles machen. Aber zum Buchen von Flügen und Hotels oder besser Hostels bewege ich mich lieber auf den oben genannten Seiten, denn sie sind meist günstiger und benutzerfreundlicher. Nichtsdestotrotz ist die App super, um sich über gute Restaurants oder Aktivitäten zu informieren. Wobei ich sagen muss, dass letztere auch in diesem Fall vor Ort günstiger gebucht werden können.
CultureTrip
Die englischsprachige App CultureTrip gibt großartige Tipps für deine aktuelle Location, zeigt aber auch weltweite Reiseberichte. Und manchmal ist es genau das was du brauchst, um dich treiben zu lassen und die Route spontan zu ändern.
Trips
Was machst du, um dich über einen Ort zu informieren? Richtig, du googlest ihn und landest in aller Regel auf einem Blog. Trips erspart dir das und bündelt die Blogbeiträge zu Orten in einer App. Die App selbst gehört zu Lonely Planet, stellt allerdings ausschließlich englischsprachige Blogbeiträge zur Verfügung.
Entertainment
„Warum brauchst du Entertainment, wenn du auf Weltreise bist und die schönsten Orte besuchst?“ Weil das Gehirn manchmal einfach sagt, „ES REICHT! Ich kann keine Tempel, Strände, Pyramiden, Free Walking Tours oder Menschen im Allgemeinen mehr sehen.“ Manchmal bin auch ich müde von all den Eindrücken und möchte mich einfach nur berieseln lassen, denn das hier ist kein Urlaub in dem du alles mit mal konsumierst, sondern eine langfristige Reise mit Alltag.
Spotify
Ich gebe es zu, ich bin Spotify-Süchtig. Ich hab eigentlich ständig Musik auf den Ohren. Beim Blogartikel schreiben, beim Bilder bearbeiten, beim stundenlangen Zug oder Bus fahren durchs Land. Die Musik erdet mich, hilft mir manchmal der Realität zu entfliehen und ist dank Offline-Funktion immer verfügbar.
Netflix
Schon Mal 12 Stunden im Zug gesessen oder 8 Stunden im Flugzeug ohne eigenen Bildschirm verbracht? Das kann durchaus anstrengend sein und nur aus dem Fenster starren, macht irgendwann auch depressiv. Mit der Handy-App von Netflix kannst du vor Reiseantritt Filme und Serien downloaden und anschließend offline ansehen.
Audible
Was hab ich mir immer eingeredet, dass ich der haptische Büchertyp bin. Das ist seit dieser Reise anders. Weißt du wie es sich anfühlt bei 32 Grad Außentemperatur ein gebundenes Buch in der Hängematte zu lesen? Das ist echt Schwerstarbeit und bisher hat immer die Schwerkraft gewonnen. Auch wenn es sich hierbei um Ersteweltproblem handelt, so würde ich mir einen 1000-Seiten-Schinken wie Homo Deus niemals in den Rucksack packen. Dann höre ich lieber das Hörbuch auf Audible ohne selbst eine Seite umgeblättert zu haben.
Kindle
Die erste Anschaffung, wenn ich zurück in Deutschland bin, wird ein E-Book-Reader, denn ich habe definitiv keine Lust mehr gebundene Bücher mit auf Reise zu nehmen. Sie nehmen Platz weg, kosten Gewicht und sind schneller gelesen als du Popocatepetl sagen kannst. Natürlich gibt in den Hostels einen Book Exchange, aber damit hast du wenn du Pech hast noch mehr Gewicht im Rucksack, weil das nächste Buch dicker und schwerer wird. Das passiert beim E-Book-Reader nicht und Bücher tauschen kannst auch.
Fotografie
Die meisten Fotos werden mit dem Handy gemacht und selbst wenn doch eine Systemkamera mitgenommen wird, nutzen die wenigsten ein professionelles Bildbearbeitungsprogramm. Musst du ehrlich gesagt auch nicht. Die 12 Euro für das Monatsabo von Lightroom kannst du an anderer Stelle investieren.
Zoetropic
Zoetropic bietet die Möglichkeit Videos in statische Bilder mit einer Loopfunktion zu pimpen. Das bedeutet nichts anderes als, dass sich im starren Bild ausschließlich die Wolken bewegen oder das Kleid im Wind weht. Ich habe die Funktion schon häufig bei dem Fotografen Tray Radcliff gesehen und finde es gibt einem Bild eine neue, spannende Dynamik.
Keine iOS App
Snapseed
Snapseed - das Lightroom für die Anfängerfotografie. Anders als das Adobe-Produkt Lightroom ist die App nicht kostenpflichtig und bietet trotzdem alle wichtigen Funktionen zu Bildbearbeitung.
Eigentlich brauche ich Instagram gar nicht mehr erwähnen, denn mit 700 Millionen Nutzern spricht die Zahl für sich. Trotzdem führe ich sie mit auf, denn neben Facebook ist sie auf Reisen DIE App, um sich mit Leuten zu vernetzen und gleichzeitig Reiseeindrücke zu teilen.
Sprachen
Kennst du den Moment, wenn dich ein Paar Augen ratlos anschauen, weil du die Sprache nicht sprichst und dein Gegenüber dem Englischen nicht mächtig ist? Oder erinnerst du dich an den Augenblick, wenn du die Sprache gelernt hast und dir das Wort entfällt? Genau dann macht ein Wörterbuch durchaus Sinn.
Google Translate
Manchmal siehst du den Wald vor lauter Bäumen nicht. Genauso ging es mir mit Google Translate, denn die App bietet die Funktion die Sprachen herunterzuladen und damit auch Offline verfügbar zu sein. Brauchst du eine entsprechende Sprache nicht mehr, weil du das Land verlassen hast, kannst du sie einfach wieder vom Handy schmeißen und die Nächste ziehen.
Offline Wörterbuch Spanisch-Deutsch
Solltest du in kein Spanischsprachiges Land reisen, dann überspring diesen Teil. Ansonsten ist es einfach nützlich eine Alternative zu Google Translate zu haben, da hier auch typisch lokale Wörter zu finden sind.
Duolingo
Meine Empfehlung eine Sprache zu lernen, ist immer noch vor Ort umgeben von Einheimischen. Trotzdem hilft es seine Fähigkeiten nebenbei zu stärken und dafür ist Duolingo super, denn die App ist kostenfrei und da meine Ausgangsspracheinstellung Englisch ist, werden automatisch zwei Sprachen geübt.
Dokumente
So. Gefühlte 20 GB Handyspeicher später, bleibt mir nur noch zu sagen, „wohin eigentlich mit den ganzen Dokumenten?“ Auch dafür gibt es Lösungen.
Tiny Scanner
Der einfachste Weg, um alle relevanten Reiseunterlagen, persönlichen Dokumente und Karten zu scannen, ist mit Tiny Scanner. Die ersten 10 Scans sind kostenfrei, danach musst du auf die Pro Variante der App upgraden. Die 5,49 Euro lohnen sich definitiv, da du immer sofort alles griffbereit auf dem Handy hast.
Dropbox
Woran merkst du, ob das Wifi im Hostel gut ist? Richtig, dein Apple Air Drop funktioniert einwandfrei. Ich bin Applenutzer und die einfachste Variante sich Fotos vom MacBook aufs Iphone zuschicken ist mit Air Drop. Für Momente in denen das W-LAN gut, aber nicht perfekt ist, hilft die Dropbox. Zudem kannst du dort alle wichtigen Unterlagen und Fotos speichern und seit kurzem auch direkt Dokumente scannen und ablegen.

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