Verhütung auf Weltreise

Weltreiseplanung abgeschlossen. Denkst de. Denn mit mal stehst du vor dem letzten Blister deiner Pillenpackung. Es trifft dich wie ein Blitz und du fragst dich, wie du das während der Weltreise regelst. Pille mitnehmen, auf ein anderes Hormonpräparat wechseln oder einfach alles absetzen und ganz ohne Verhütung los ziehen.

Hormonelle Präparate

Für mich stand von vornherein fest, dass ich weiter hormonell verhüten werde. Schwanger auf Weltreise geht für mich gar nicht. Oder wie traf eine flüchtige Bekannte, die bereits Mutter ist, es letztens wie den Nagel auf den Kopf: „Das ist mir zu Hippie.“ Sehe ich auch so. Ich möchte mich auf Weltreise weder mit der Übelkeit, noch mit der medizinischen Versorgung für mich und mein ungeborenes Kind auseinandersetzen. Geschweige denn habe ich Lust darauf von Airlines nicht mitgenommen zu werden, weil ich über der vorgeschriebenen Schwangerschaftswoche liege. Die Verantwortung nehme ich nicht auf mich. Ich würde mir nie verzeihen, wenn dem Ungeborenen während der Reise etwas passiert. Also habe ich mich mit den Verhütungsmethoden auseinander gesetzt, da ich zu allem Überfluss auch die Pille nicht mehr richtig vertrug.

1.1. Die Pille

Ist die gängigste Methode der Verhütung. Die Pille ist aus der Gruppe der Hormonpräparate mit am günstigsten, direkt als sechser Pack erhältlich und aufgrund ihrer Größe wenig stauraumfressend. Allerdings können Erbrechen und Durchfall die Wirkung herabsetzen. Zwei Faktoren mit denen du auf Weltreise durchaus konfrontiert werden kannst.

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1.2. Der Hormonring

Ist seit kurzem meine Alternative zur Pille. Dadurch das der Vaginalring nur einmal im Monat eingesetzt wird, muss ich mir auch nicht mehr ständig einen Wecker stellen. Ich vergesse die Einnahme sonst ganz schnell. Ein enormer Nachteil des Verhütungsringes ist jedoch, dass bei einigen Anbietern die Packung nachdem Verlassen der Kühlkette nur vier Monate haltbar ist. Darum achte darauf, dass dir dein Frauenarzt ein Produkt verschreibt, dass nicht gekühlt werden muss. Behalte auch im Hinterkopf, dass Raumtemperaturen über 30 Grad Celsius die Wirkung einschränken können.

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1.3. Das Verhütungspflaster

Da ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wußte, dass es auch Verhütungsringe gibt, die nicht in der Kühlkette bleiben müssen, habe ich mich nach langem Hin und Her in Absprache mit meiner Frauenärztin für diese Variante entschieden. Das Pflaster wird auf die Haut geklebt und einmal wöchentlich gewechselt. Da es nicht oral eingenommen wird, kann die Wirkung bei Erbrechen oder Durchfall nicht herabgesetzt werden. Ich hab das Pflaster jetzt eine Weile getestet und muss sagen, ich würde beim Vaginalring bleiben. Das Pflaster kann zu Hautirritationen führen, außerdem musst du daran denken es wöchentlich zu wechseln. Ich empfehle beim Wechseln, das Neue direkt nach dem Abziehen des Alten aufzukleben.

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1.4. Die Hormonspirale

Stand als Verhütungsmethode ebenfalls zur Debatte, da die Spirale einmalig vom Frauenarzt eingesetzt wird und dann drei bis fünf Jahre im Körper bleibt. Allerdings sind sowohl die Spirale als auch das Einsetzen selbst sehr kostenintensiv. Dementsprechend amortisieren sich die Kosten nicht, wenn nach der Weltreise der Kinderwunsch aufkommt.

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Hormonfreie Methoden

Wem der tägliche Hormoncocktail für den Körper zu viel ist, aber nicht auf Verhütung verzichten möchte, der setzt auf mechanische Verhütungsmethoden. Dabei wird lediglich eine Barriere zwischen Eizelle und Spermien aufgebaut, um eine Schwangerschaft zu verhindern.

2.1. Das Kondom

Die bekannteste Möglichkeit zur Verhütung. Zudem die einzige Methode, um vor ansteckenden Geschlechtskrankheiten zu schützen. Das tut das Kondom allerdings nur so lange es nicht reißt, platzt, abrutscht oder mehrfach verwendet wird. Somit sollte eigentlich jeder von uns immer Kondome in der Tasche haben.

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2.2. Das Frauenkondom

Ich hab das erste Mal vom Frauenkondom im Zusammenhang mit Verhütungsmethoden für dritte Weltländer gehört. Die Frau setzt das Kondom selbst ein und ist nicht darauf angewiesen, dass der Mann eines verwendet. Da es schon einige Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt werden und darüber hinaus auch noch acht Stunden danach im Körper bleiben kann, ist es eine gute Methode für Alleinreisende Frauen. Wichtig zu wissen ist, dass es wie das normale Kondom nur zur einmaligen Verwendung benutzt werden kann.

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2.3. Die Kupferspirale

Die Kupferspirale kommt den meisten Frauen als erstes in den Sinn, wenn sie das Wort Spirale hören. So ging es mir auch. Die Spirale funktioniert ähnlich wie die Hormonspirale, gibt aber Kupferionen statt Hormone in den Körper ab. Da die Kupferspirale primär bei Frauen eingesetzt wird, bei denen die Kinderplanung schon abgeschlossen ist, machte diese Variante für mich keinen Sinn.

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2.4. Das Diaphragma

Auch wenn das Diaphragma ein bis zwei Jahre in der Gebärmutter bleiben kann, stand es bei mir nicht zur Debatte. Die Methode ist mir einfach zu unsicher. Zum einen muss das Diaphragma selbst eingesetzt werden und kann zum anderen verrutschen. In diesem Fall ist der Schutz nicht mehr gewährleistet. Jede Frau, die schon mal ein oder zwei Tage überfällig war, kennt das Gefühl wie auf rohen Eiern zulaufen und das kannst ich auf Weltreise nun gar nicht gebrauchen.

Preis: Einnahme: einmalig Transport: ++++

Weitere Verhütungsmethoden

Es gibt noch mehr als die hier aufgezählten Verhütungsmethoden. Solltest du dich dafür interessieren, kann ich dir die Seite von Onmeda empfehlen.

Mein Fazit

Ob mit Hormonen oder ohne liegt bei dir. Du musst dich sicher und wohl mit der Verhütungsmethode fühlen. Wem die permanente Hormondosis zu viel ist, der kann auch auf andere Alternativen zurückgreifen. Neben den hier aufgeführten gibt es auch noch weitere Möglichkeiten der Verhütung. Der Artikel soll dir einfach dabei helfen über die verschiedenen Varianten nachzudenken, es dir erleichtern mit deinem Frauenarzt darüber zu sprechen, um für dich die beste Lösung zu finden.