In nicht Mal einer Woche sind wir weg. Dann befindet sich unser gesamtes Leben für die kommenden zwölf Monate in jeweils zwei Rucksäcken. Irre Vorstellung, hätte ich vor ein paar Jahren noch Gedacht. Doch nach meinem Start in Berlin mit drei Koffern, weiß ich, das geht. Jetzt eben noch mal reduzierter. Um trotzdem auf Nummer sicher zu gehen, haben wir gerade Probegepackt und für das finale Packen erneut was gelernt.
Probepacken 1.0
Eigentlich handelt es sich hierbei noch nicht wirklich um ein Probepacken. Es ist mehr ein zaghaftes Ausprobieren. Denn die wichtigste Regel für die Vorbereitung des Weltreiseequipments ist – testen, testen, testen. Das bedeutet nichts anderes als holt euch früh genug die ersten Teile vom Equipment.
Wir haben mit den Rucksäcken und Tore zusätzlich mit den Wanderschuhen angefangen. Die hat er dann auch direkt Probegetragen. Täglich. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Wir waren Einkaufen. Mit Wanderschuhen. Wir sind zu Freunden gefahren. Nicht ohne Wanderschuhe. So ging das eine ganze Weile. Punkte auf der Modeskala: -3. Zum Glück ging die Phase irgendwann vorbei. Ausprobieren ist wichtig. Aber bitte nicht übertreiben. Denn irgendwann kommt eh die Erkenntnis, dass man auch Alltagskleidung im Rucksack haben sollte.
Das Testen der Rucksäcke ist dafür umso wichtiger gewesen. Erstes Probierumfeld war unser letzter Urlaub durch Deutschland. Vorteil Nummer Eins: Kein lästiges Koffer ziehen mehr. Außerdem hatten wir die Hände frei. Für die wichtigen Dinge. Wie Essen und Kaffee zum Beispiel. Zweite Erkenntnis. Wir brauchen eine andere Packtechnik. Damit wir mehr verstauen können und besser an die Sachen ran kommen.
Travelhack #1
Teste dein Equipment frühzeitig, um es bis zur Weltreise zu optimieren.
Travelhack #2
Funktionskleidung dient einer Funktion. Also vergiss nicht zwischendurch auf alltagstaugliche Kleidung zu setzen.
Probepacken 2.0
Es ist Zeit ins Land gegangen und wir hatten uns intensiver mit der Packtechnik auseinander gesetzt. Wir folgten dem Tipp der Packtasche. Wobei so einige Blogger auf einen Vakuumpackbeutel setzten. Den ich beim nächsten Shopping im Outdoorladen gleich mit kaufte. Was noch in den Einkaufswagen flog. Ein Tagesrucksack. Damit bei Kurztrips über drei bis vier Tage nicht immer der große Reiserucksack mit muss. Neues Testziel: Ein verlängertes Wochenende in Sofia. Vorteil Nummer Eins: Der Daypack spart nicht nur Gepäckgebühren am Flughafen, da er ins Handgepäck passt, sondern hilft auch dabei sich zu reduzieren. Zweite Erkenntnis. Der Vakuumbeutel ist Müll. Die Spezialfolie macht ihn zwar reißfest, aber auch schlecht biegsam. Egal ob das Ding gerollt oder gefaltet wird, es frisst immer Platz ohne Ende im Rucksack.
Travelhack #3
Mach einen Urlaub nur mit Daypack und lerne zu verzichten. Auf das dritte Paar Schuhe. Die große Schminktasche. Auf alles Überflüssige ebenB.
Travelhack #4
Investier die rund 13 Euro für den Vakuumbeutel lieber in flexible Packtaschen.
Probepacken 3.0
Einige Reisen und Erfahrungen reicher, haben wir jetzt Probegepackt. Meine erste Herausforderung war das Platzproblem. Irgendwo müssen die Wanderschuhe hin. Und da ich nur 45 Liter Packvolumen habe, stand ich vor einer Schwierigkeit. Was half? Mit Freunden drüber reden. Denn die rieten mir, binde die Dinger doch einfach draußen an. Flugzeugtasche drüber, fertig ist der Lack. Geiler Tipp. So mache ich es jetzt auch. Denn damit fliegt in das untere Fach meines Rucksackes die Waschtasche, Badelatschen sowie mein kompletter Vorrat an Verhütung.
Für das Hauptfach haben wir uns mittlerweile Packtaschen von IKEA besorgt. Vorteil Nummer Eins: Die sorgen nicht nur dafür das alles sortiert ist, sondern dass wir uns auch nicht mehr durch einen Klamottenberg wühlen müssen, um irgendwo ran zu kommen. Hinzu kommen die wasserdichten Beutel von Quechua, wobei wir einen direkt zweckentfremdet haben. Der Beutel wurde zur Reiseapotheke umfunktioniert. Damit passen alle Medikamente in eine Tüte und bleiben trocken. In unsere Tagesrucksäcke kommt die gesamte Technik. Viel zu sensibel für den großen Rucksack. Außerdem muss in meinen noch eine Packtasche. Zweite Erkenntnis. Nach dem Probepacken kam mir die Erleuchtung in Outfits zu packen. Sollte der Hauptrucksack dann mal verloren gehen, stehen wir nicht nackt da. Macht in einem fremden Land auch keinen guten ersten Eindruck.
Travelhack #5
Spar Platz und häng die Wanderschuhe einfach draußen ran. Flugtasche drum. Fertig.
Travelhack #6
Pack in Outfits und hab immer eins im Tagesrucksack. Dann bist du auch bei Gepäckverlust abgesichert.
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